Mittwoch, 23. April 2014

(Rezension) Das Mädchen mit dem Haifischherz von Jenni Fagan

    • Gebundene Ausgabe: 332 Seiten
    • Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 2. Aufl. (12. März 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3888979250
    • ISBN-13: 978-3888979255
    • Zur Autorin 
Jenni Fagan wurde in Livingston,Schottland,geboren und studierte Creative Writing an der Greenwich University.
Sie veröffentlichte bisher Gedichte und Kurzgeschichten,für die sie zahlreiche Preise und Stipendien bekam.
Das Mädchen mit dem Haifischherz ist ihr erster Roman.
Seit Herbst 2013 ist Jenni Fagan Writer in Residence an der Edinburgh University.

Zum Buch

Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos.Ihre Schuluniform ist blutverschmiert,und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma.Doch Anais kann sich da an nichts erinnern.Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum,eine Beserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche,die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht.

Das Panoptikum,ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz,scheint wie gemacht für Anais,die mittlerweile sowieso denkt,sie sei ein Experiment,das Objekt einer Reihe von Versuchen,die zeigen soll,wann ein Mensch zerbricht.
Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Leben boxt,das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt,findet sie in anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie.Eine Familie,die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System,aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt.Es sei denn,du hast ein Haifischherz und Freunde,die dir helfen,ihm zu folgen.

Meine Meinung

Puh, dieses Buch ist wirklich nichts, um einfach mal zwischendurch etwas zu lesen. Es hat mich die ganze Zeit beim Lesen sehr bewegt und auch sehr nachdenklich gestimmt.
Am Anfang musste ich erstmal mit der Sprache von Anais klar kommen, die doch sehr Vulgär ist, doch ich denke, das macht dieses Buch gerade aus, weil die Autorin nicht schönschreiben wollte.
Je mehr ich gelesen habe, um so besser konnte ich mit der Sprache sehr gut klar kommen, aber ich denke, der ein oder andere wird damit seine Probleme haben.
Wenn man mal bedenkt, das Anais erst fünfzehn Jahre alt ist und wahrscheinlich davon die Hälfte nur unter Drogeneinfluss stand. Sie verbrachte die meiste Zeit in Pflegefamilien, wo sie auch groß geworden ist. Hier wird auch dem Leser klar, woher sie ihre Umgangssprache, die sie in den Familien lernte, her bekommen hat.
Mich hat dieses Buch doch ziemlich aufgewühlt, denn mit Fünfzehn sollte man nicht so ein Leben führen, wie Anais. In ihrem Alltag gibt es nur Misshandlungen, Drogen und Schlägereien, die für sie  der ganz normale Alltag darstellt.
Dieses Buch hat mir wirklich mal gezeigt, das es da draußen für manche Jugendliche eine ganz andere Welt gibt. So, wie ich sie kenne, hat mich diese Darstellung dann doch sehr schockiert.
Also, mich hat dieses Buch doch sehr mitgerissen. Es gab immer wieder Höhen und tiefen, Trauer und Wut und das alles hat mich beim lesen Gefühlsmäßig überflutet.
Wenn man mal von der Vulgären Sprache absieht, ist der Schreibstil für mich sehr flüssig und leicht und man sollte auch ruhig als Erwachsener dieses Buch zur Hand nehmen. Vielleicht lernen wie dann die Jugend besser zu verstehen.


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